Der verzauberte Wald
Verzauberter Wald Songtext
Britta van den Boom (Shei)
Verzauberter Wald
Hell stand der Mond hoch über dem
Pfad,
als die Frau aus dem Dorf ihren
Heimweg antrat.
Die Zahl der Meilen vor ihr machte das
Herz ihr kalt,
und so kam sie vorbei am verzauberten
Wald.
?Wenn ich folge dem Pfad, der dort
schwindet im Licht,
dann bin ich im Dorf, eh der Morgen
anbricht.
Ach, es sind nur Geschichten, wie die
Steine so alt!?
sprach sie und trat in den
verzauberten Wald.
Refrain: (alle 2 Strophen)
Nebel und Licht, und Stimmen im Wind,
die locken und rufen und sonderbar
sind.
Hüte Dich, Wanderer, weiche, gib Acht!
Und betritt nicht den Wald der Zauber
bei Nacht.
Nach kaum hundert Schritt schloss sich
um sie der Wald.
Wo kam sie her? Wo ging sie hin? Sie
verirrte sich bald.
Vom Pfad aus geseh?n schien der Weg
doch so klar!
Wie kam es, dass alles nun sonderbar
war?
Sie fand nicht zurück und sie folgte
dem Licht voraus in den Bäumen,
sie erreichte es nicht.
Mit jedem Schritt, den sie tat, wich
es gleichsam zurück,
und führte sie fort, durch den Wald
Stück um Stück.
Dann hört sie Musik aus den Bäumen,
den Höh?n,
sie blickt starr auf das Licht, sie
wollte nichts seh?n.
Der Klang war so fremd, dass das Herz
ihr schier brach,
doch sie wäre verlor?n, gäb? dem
Locken sie nach.
Jemand rief ihren Namen, eine Stimme,
so schön,
bat sie zu ihm zu kommen, kaum konnt?
sie widersteh?n.
?Komm, ich bringe Dir Liebe und
Schönheit und Glück!?
?Nein, denn wenn ich Dir folge, kehr?
ich nie mehr zurück!?
Aus Nebeln und Schatten trat eine
Gestalt, mondweiß und schön,
die dunklen Augen uralt.
?Komm, Menschenfrau, lieg bei mir
diese Nacht,
ich zeig Dir Zauber und Träume bis der
Morgen erwacht.?
?Ein Kuss Deiner Lippen kostet mich
wohl ein Jahr,
die Nacht in Deinem Arm macht weiß mir
das Haar.
Fee, Troll und Elf treibt mit uns nur
sein Spiel;
las mich geh?n, guter Geist, weil
leben ich will!?
Sie wehrt sich nicht mehr, als er
zieht sie heran,
schon vergessen, versunken, verloren
im Bann.
Als seine Lippen sich nähern, ist die
Welt ihr schon weit;
der schöne Tod ist ein Zauber, fern
von Raum und von Zeit.
Tief stand der Mond nun über dem Wald,
nah war der Tag, die Tauluft eiskalt.
Tief in Feenarm lag still die
Menschenfrau;
die Nacht wich zurück und der Himmel
wurd? grau...
So fiel das erste Licht auf das Laub
von den Höh?n,
wo für die Frau aus dem Dorf rasch die
Jahre vergeh?n.
In dem Strahl wird der Fremde zu Rauch
und zu Licht,
lässt bleich und schwach sie zurück,
doch tötet sie nicht.
Hell stand der Tagstern nun über dem
Pfad,
als die Frau aus dem Dorf aus dem Wald
heraustrat.
Das Haar weiß wie Schnee, marmorbleich
auch die Haut,
von dem Zauber des Waldes, der die
Zeit ihr geraubt.



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